Carl Spitzweg

Der deutsche Maler Franz Carl Spitzweg, auch häufig Karl Spitzweg geschrieben, geboren am 5. Februar des Jahres 1808 in Unterpfaffenhofen, wurde Kunstkennern durch seine Gemälde des Biedermeiers bekannt. Zu größerer Bekanntheit schafften es die Kunstwerke Carl Spitzwegs allerdings erst nach seinem Tode.

Kurzbiografie
Das malerische Talent Carl Spitzwegs, der aus einer großbürgerlichen Familie stammte, war bereits früh erkennbar. Dennoch schlug der junge Deutsche den Berufsweg als Apotheker ein. So schrieb sich der junge Carl nach seinem Schulabschluss im Jahres 1830 für ein Pharmaziestudium an einer Universität in München ein.
Zwei Jahre später schloss er dieses Studium mit großem Erfolg ab. Dennoch fand er nach seinem Abschluss in seinem Beruf als Apotheker keine so rechte Erfüllung und beschloss nach einer Erbschaft, die ihm finanzielle Sicherheit bescherte, den Job als Apotheker an den Nagel zu hängen. Spitzweg hatte bereits in seiner Kindheit und Jugend viel gezeichnet und hatte auch während seiner Arbeit in jeder freien Minute den Stift in der Hand.
1835 trat Spitzweg dem Münchner Kunstverein bei. In der Folgezeit unternahm Carl Spitzweg einige Studienreisen, darunter nach Dalmatien, Venedig sowie zusammen mit dem Landschaftsmaler Eduard Schleich reiste der deutsche Künstler nach Paris und London.
Der deutsche Maler erstellte insgesamt mehr als 1.500 Gemälde. Zu seinen Lebzeiten war dem Maler allerdings nur ein geringerer Erfolg beschert. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Werke Spitzwegs bekannter und erfreuten sich größerer Beachtung.
Carl Spitzweg malte seine Bilder im Stil der biedermeierlichen Maltradition, änderte seine Richtung mit der Zeit aber ein wenig mehr Richtung Impressionismus. Die Werke des Malers werden der Richtung der Spätromantik zugeordnet.
Ab dem Jahr 1844 zeichnete der Künstlern noch unzählige Karikaturen für die Fliegenden Blätter.
Carl Spitzweg verstarb am 23. September 1885 im Alter von 77 Jahren nach einem Schlaganfall.